Tears For Fears waren eine jener Bands, mit denen ich aufgewachsen bin. Natürlich hat sich mein Musikgeschmack inzwischen längst geändert, und ich frage mich, was ich an New Wave jemals so toll fand. Wenn man wirklich ehrlich ist, gehört das ja zu den eher verzichtbaren Kapiteln der westlichen Musikgeschichte. Aber so ist das halt. Ich hab auch früher immer auf Federkern-Matratzen geschworen, heute schlafe ich im Wasserbett und kann mir nichts anderes mehr vorstellen. Wer weiß, wie ich über diese Dinge in weiteren zwanzig Jahren denken werde…
Wasserbetten (www.aqua-comfort.de) sind ja im Gegensatz zur Musik von Tears For Fears etwas sehr Beständiges. Vor Jahrhunderten wurden sie von Beduinen erfunden und in den Sechzigern in den USA von Hippies wieder entdeckt und dann zu einem modernen Produkt entwickelt. Was man vom New Wave nicht gerade sagen kann, der ist komplett verschwunden. Wenn man heute zugibt, das Zeug damals in den Achtzigern gehört zu haben, wird man nicht selten schräg angeschaut, obwohl man genau weiß, dass damals jeder solche Sünden begangen hat. Wir waren eben jung und mussten uns selbst erst finden.
Je älter man wird desto mehr ändern sich die Ansichten, ändert sich der Lebensstil und eben auch der Musikgeschmack. Was man vor zehn Jahren noch unvorstellbar spießig fand, ist plötzlich zentraler Bestandteil des Alltags. Nur eines mag ich bis heute nicht: Den Trend zur Digitalisierung. Musik auf mp3, das kann man doch nicht hören, diesen zu Tode komprimierten Sound. Es geht nichts über Vinyl, auch wenn es nach Old School klingt. Dieser Klang ist bis heute unerreicht.