Ich habe kürzlich den Keller ausgeräumt, weil ich den großen Raum zur Muckibude umbauen will, und aus dem kleinen will ich ein Gästezimmer machen. Ich war richtig überrascht darüber, was ich alles gefunden habe.
Stapelweise Kisten und Kartons aus meiner Studienzeit in den Achtziger Jahren waren dabei, vollgestopft mit all dem Zeug, das damals in war, angefangen bei alten Haarspray-Dosen, Radlerhosen über einen BH meiner ersten Freundin bis hin zur Plattensammlung, die inzwischen ziemlich verstaubt aussieht. Alles auf Vinyl, und sogar das ganze New Wave Zeug war noch dabei, inklusive des ersten Albums von Tears For Fears. Das waren noch Zeiten. Sogar die Bettwäsche: www.premium-bettwaesche.de mit dem Konterfei von Michael Jackson hab ich wiedergefunden, und wenn ich mich daran erinnere merke ich, dass er mir damals unsterblich erschien: Nie hätte ich mir vorstellen können, dass er zwanzig Jahre später tot sein würde. Bettwäsche mit dem Gesicht eines Stars drauf war damals noch kein No Go, sondern total angesagt, die Mädels standen drauf, auch wen man sich das heute kaum noch vorstellen kann. Heute habe ich ein Design-Schlafzimmer mit edler Satin-Bettwäsche und Kunstdrucken von Picasso an den Wänden, und im CD-Player drehen sich Scheiben von Eric Clapton und Wynton Marsalis. Tja, die Zeiten ändern sich, man wird älter. Ich hab lange überlegt, ob ich das alte Zeug einfach auf den Müll werfen soll, aber einiges hab ich dann doch behalten, der Nostalgie wegen. Einige der Platten, auch die von Tears For Fears, ein paar Klamotten, Fotos, und sogar ein Tagebuch, das noch dabei war. Der Nostalgie wegen. Das steht jetzt alles in zwei Umzugskartons im Wandschrank, und manchmal nehme ich mir sonntags eine Stunde oder zwei, lege die alte Musik von damals auf, blättere in den Fotos und wünschte, ich könnte noch einmal zwanzig sein…